Die Höfe Haake und Schröder gehörten zu den alteingesessenen Bauernhöfen in Kuhlhausen.
Unsere Großeltern und Eltern hatten 22 bzw. 50 ha Eigenland und bewirtschafteten das Land weitestgehend in Handarbeit, mit Pferd und Wagen und mit Hilfe von angestellten Landarbeitern. Die Kühe wurden mit der Hand gemolken, die Ziegen tagtäglich auf die Weide getrieben, das Getreide wurde mit der Sense gemäht, in Garben gebunden und in der Scheune gelagert, um im Winter in der riemenbetriebenen Dreschmaschine gedroschen zu werden.

Eine deutsche Geschichte

Jeder Hof hatte

  • 10 bis 15 Kühe
  • 4 Arbeitspferde
  • Schweine
  • Ziegen
  • Hühner
  • Enten und Gänse.

Ende der 50iger Jahre wurden alle landwirtschaftlichen Höfe zwangskollektiviert und unsere Eltern arbeiteten in der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG). 
Nach dem Zusammenbruch der DDR wurden die Eigentumsflächen rückübertragen und unsere Eltern begannen als Wiedereinrichter. Durch ihren Mut und ihre Entschlossenheit, wieder auf der eigenen Scholle zu wirtschaften, habe sie die Grundlage unseres heutigen Betriebes gelegt.


Nach und nach wurden die veralteten, von der damaligen LPG übernommenen, Maschinen und Geräte ausgetauscht und in einen modernen Maschinenpark investiert. Auch konnten weitere landwirtschaftliche Flächen gepachtet werden. Im Jahre 1999 übertrugen unsere Eltern die Geschäftsanteile auf uns Söhne, um mit dieser geregelten Hofübergabe den Fortbestand des Betriebes zu sichern.

(c) Ingo Freihorst

Dazu mussten wir uns aber das fachliche Wissen durch den Besuch einer einjährigen Fachschule Landbau und dem damit verbundenen erfolgreichen Abschluss als Landwirt und staatlich geprüften Wirtschafter aneignen.  So wurden aus einem Tischler und einem Elektriker ganz passable Landwirte, die den elterlichen Betrieb fortführen.